NonSolus ArchivDie Chronik
Was in unserer Welt geschieht, soll nicht verloren gehen.
NonSolusZur StartseiteEin digitales Buch über kleine Entdeckungen und große Ereignisse unserer Welt. Greife eine Seite an und blättere sie mit Maus oder Finger in Echtzeit um.
NonSolus ArchivWas in unserer Welt geschieht, soll nicht verloren gehen.
Diese Chronik sammelt Geschichten, Veränderungen und Begegnungen aus NonSolus. Jede Doppelseite gehört zu einem Kapitel unserer gemeinsamen Welt.
Blättere weiter. Die jüngsten Geschichten stehen am Ende des Buches.

Beim Aufräumen seines Lagers stößt Alrik auf eine verstaubte, halb verrottete Schatulle. Tief unter alten Fellen und Vorräten liegen darin vergilbte, kaum noch lesbare Baupläne – die Pläne einer Mühle.
Der Fund kommt genau zur richtigen Zeit. Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und die wachsende Siedlung braucht mehr als Jagen, Fischen und Sammeln. Getreide, Mehl und Brot sollen Vorräte schaffen, die auch im Winter reichen.
Alrik ist entschlossen: Die Mühle muss gebaut werden, bevor der erste Frost kommt. Eine Materialliste liegt bereits bereit – nun sind die Pioniere gefragt.
Historische Vorlage: Puurveense Molen in Kootwijkerbroek, Niederlande.
Dank der tatkräftigen Hilfe der Community kann der Bau beginnen. Material wird herangeschafft und Alrik sieht seine alten Pläne endlich Wirklichkeit werden.
Fast ist es geschafft. Nur das Segel für das Windrad fehlt noch. Die Karawane, die den nötigen Stoff bringen sollte, verspätet sich – und ohne das Segel dreht sich hier gar nichts.
Alrik wartet bereits ungeduldig am Baugerüst. Sobald die Lieferung eintrifft, kann die Mühle ihre Arbeit aufnehmen – hoffentlich noch bevor der Winter die Siedlung erreicht.

Ein fahrender Bader schlägt sein Lager bei uns auf. Er bietet seine Dienste an, behandelt allerlei Gebrechen und verspricht Hilfe für jene, die sich nicht wohl fühlen.
Warum es ihn ausgerechnet jetzt ins Dorf verschlagen hat, weiß niemand. Vielleicht ist es nur ein glücklicher Zufall. Doch man weiß schließlich nie, wann man seine Dienste brauchen könnte.

Mit dem ersten Kühlen des Windes flackert das Licht am Weltenportal in Farben, die kein Auge zuvor gesehen hat. Für einen Herzschlag scheint die Grenze zwischen den Welten zu zerreißen.
Als sich die Fluktuation legt, taumelt eine Gruppe Reisender aus dem Riss – verstaubt, erschöpft und mitsamt ihrer Handelskarawane. Die pelzigen Händler scheinen ihre Heimat nicht mehr zu kennen.
Wer sie sind, woher sie kommen und was sie suchen, liegt noch im Dunkeln. Mit ihnen kommen jedoch Handel, Geschichten und die Aussicht auf neue Bündnisse.

Es beginnt beinahe unbemerkt. Bewohner erkranken, ohne dass jemand weiß, woher das Leiden kommt. Der Bader kann zunächst helfen, doch bald tauchen immer mehr Ratten auf und selbst Geheilte werden erneut krank.
Schließlich fordert die Pest ein Todesopfer: Brina Erzgrund. Auch Tiere bleiben nicht verschont. Die Ursache muss gefunden werden.
Gouranga macht die entscheidende Entdeckung: Im Wasserkanal des Dorfbrunnens liegen tote Ratten. Das Wasser ist verseucht. Nach der Meldung an Herold und Bader wird der Brunnen gereinigt, die Ausbreitung gestoppt und die Kranken können genesen.
Brina findet südlich des Dorfes im stillen Wald ihre letzte Ruhestätte. Die Seuche ist vorüber, doch ihre Spuren bleiben.
Aus Fremden werden langsam Nachbarn.
Wochen sind vergangen, seit das Weltenportal die Fremden ausgespien hat. Die Kornfelder sind abgeerntet, das Laub färbt sich und die Nächte werden kälter.
Die Wagen am Rand der Siedlung stehen noch immer dort. Die Händler nennen sich Feran und langsam wird klar: Sie werden bleiben. Der Weg zurück liegt so im Dunkeln wie der unsere.
Am Feuer sitzt Ferox, Häuptling und Schamane der Karawane. Die Händler erzählen von einem Tee aus ihrer verlorenen Heimat. Vielleicht ist es genau das, was aus Fremden Nachbarn macht: ein Becher Tee, ein Stück Kuchen und jemand, der zuhört.

Der Duft von Kürbissuppe liegt über der Kirchgasse. Wer ihm folgt, steht bald vor einer frisch gezimmerten Tür, über der ein Kupferkessel hängt.
Walburga Schmalz kam mitsamt ihrem Kessel durch das Weltenportal. Morgens bis mittags gibt es Frühstück, danach Warmes, Kleinigkeiten und Süßes. Die Saisonkarte richtet sich danach, was gerade wächst.
Jede Woche gibt es eine besondere Spezialität – aber nur eine Portion pro Gast und Tag. Bei Walburga geht jedenfalls niemand mit leerem Magen hinaus.

An der Kapelle ist schon von Weitem Bobs Hammer zu hören. Es geht nur in kleinen Schritten voran, doch wer genau hinsieht, entdeckt jedes Mal etwas Neues: hier ein Stein mehr, dort ein Balken an seinem Platz.
Nur wenige Schritte weiter ist Ignaz nicht untätig geblieben. In der Kirchgasse wurden weitere Grundstücke erschlossen, Wege abgesteckt und Flächen vorbereitet.
Die Gasse wächst – und mit ihr unsere Siedlung.
Manchmal verändert sich die Welt, bevor jemand versteht, warum.
Zuerst fällt nur auf, dass das Licht anders durch die Bäume fällt. Dann wird klar: Am Sanctum hat eine Konvergenz stattgefunden.
Wo eben noch dichter Wald stand, hat sich die Umgebung geöffnet. Dahinter kommt etwas zum Vorschein, das niemand erwartet hatte – eine Siedlung der Kweebecs.
Wer sie sind und was sie dort tun, wissen wir noch nicht. Aber sie waren offenbar schon da, bevor der Wald sie freigab.